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Am vergangenen Freitag wurden mehr als 300 SchΓΌlerinnen und 12 Lehrerinnen aus der St. Mary's School im Bundesstaat Niger im Nordwesten Nigerias entfΓΌhrt. Am Wochenende gelang 50 MΓ€dchen die Flucht.
Am vergangenen Freitag wurden mehr als 300 SchΓΌlerinnen und 12 Lehrerinnen aus der St. Mary's School im Bundesstaat Niger im Nordwesten Nigerias entfΓΌhrt. Am Wochenende gelang 50 MΓ€dchen die Flucht. Diese EntfΓΌhrungen erinnern an die von Chibok (ebenfalls Nigeria) im Jahr 2014.
Der Angriff ereignete sich am frΓΌhen Freitagvormittag in einer katholischen Schule in der Gemeinde Papiri im Verwaltungsbezirk Agwara. Etwas spΓ€ter wurde die endgΓΌltige Zahl der entfΓΌhrten MΓ€dchen und Frauen bekannt gegeben: 303 SchΓΌlerinnen und 12 Lehrerinnen.
Die Β»Christian Association of NigeriaΒ« (CAN) gibt in einer ErklΓ€rung an, dass diese Zahl auch 88 SchΓΌlerinnen umfasst, die bei ihrem Fluchtversuch gefasst wurden.
Laut Monsignore Bulus Dauwa Yohanna, PrΓ€sident der CAN im Bundesstaat Niger und Betreiber der Schule, gelang es 50 SchΓΌlerinnen im Alter von 10 bis 18 Jahren zwischen Freitag und Samstag zu fliehen. Alle anderen Personen, sowohl SchΓΌlerinnen als auch Angestellte und LehrkrΓ€fte, werden weiterhin gefangen gehalten.
Der nigerianische PrΓ€sident Bola Tinubu ordnete die Einstellung von 30.000 zusΓ€tzlichen Polizisten an, wΓ€hrend die nigerianische Regierung die SchlieΓung von fast 50 Oberschulen und ΓΆffentlichen Schulen in bestimmten Bundesstaaten verfΓΌgte.
Es handelt sich um die bisher grΓΆΓte EntfΓΌhrung von Schulkindern in Nigeria ΓΌberhaupt.
Es handelt sich um die bisher grΓΆΓte EntfΓΌhrung von Schulkindern in Nigeria ΓΌberhaupt.
EntfΓΌhrungen gegen LΓΆsegeld sind zu einem gΓ€ngigen Mittel geworden, um Gemeinschaften zu terrorisieren und in die Armut zu treiben.
Der ehemalige nigerianische Minister Jerry Gana erklΓ€rte, dass die bewaffneten Gruppen, die fΓΌr die jΓΌngste Welle von EntfΓΌhrungen in Schulen im Norden des Landes verantwortlich sind, die Kinder nach den Drohungen von US-PrΓ€sident Donald Trump als Β«menschliche SchutzschildeΒ» einsetzen kΓΆnnten. Dies kΓΆnnte mit der BefΓΌrchtung der Β«BanditenΒ» einhergehen, bald von auslΓ€ndischen MΓ€chten ins Visier genommen zu werden.
Lokale Quellen und Partner von Open Doors vor Ort berichten, dass der BevΓΆlkerung davon abgeraten wurde, in Gruppen zu reisen, um nicht zu einem leichten Ziel fΓΌr EntfΓΌhrungen zu werden, die in den kommenden Wochen mΓΆglicherweise zunehmen werden.
Die Β»BanditenΒ«, wie sie vor Ort in Nigeria genannt werden, stehen oft in Verbindung mit kriminellen AktivitΓ€ten, insbesondere EntfΓΌhrungen.
Das offensichtliche UnvermΓΆgen der Regierung, die ZivilbevΓΆlkerung zu schΓΌtzen, hat erhebliche Auswirkungen: Insgesamt wurden im Norden Nigerias aufgrund der aktuellen Unsicherheit mehr als 10.000 Schulen geschlossen, wodurch Millionen von Kindern zu Analphabetismus, frΓΌhzeitigen Ehen und Armut verurteilt sind. Das begΓΌnstigt auΓerdem die Rekrutierung islamistischer KΓ€mpfer, was die Spirale der Gewalt und UnterdrΓΌckung weiter verschΓ€rft.
Β»Wir sind zutiefst betroffen von diesen jΓΌngsten EntfΓΌhrungen im Norden NigeriasΒ«, erklΓ€rte Jo Newhouse*, Sprecherin von Open Doors fΓΌr die Arbeit in Subsahara-Afrika.
Β»Das erinnert uns an die EntfΓΌhrung der MΓ€dchen aus Chibok, von denen viele noch immer in Gefangenschaft sind.Β«
Β»Wir fordern die nigerianische Regierung nachdrΓΌcklich auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um diese Schulkinder und LehrkrΓ€fte sicher zu ihren Familien zurΓΌckzubringen und dafΓΌr zu sorgen, dass die Schulen vor solchen Angriffen geschΓΌtzt sind. Die SchlieΓung von Schulen ist nur eine kurzfristige LΓΆsung, denn alle Kinder sollten frei und sicher zur Schule gehen und eine Schulbildung erhalten kΓΆnnen.Β«
*Name aus SicherheitsgrΓΌnden geΓ€ndert