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Ariana reading the Bible

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BesinnungAfghanistan

Afghanische Christinnen: Ein heimlicher Glaube angesichts großer GefÀhrdung

FΓΌr afghanische Christinnen bedeutet Jesus nachzufolgen oft, im Verborgenen und in Gefahr zu leben. Als Frauen, FlΓΌchtlinge und Christinnen sind sie im Alltag dreifach gefΓ€hrdet.

FΓΌr afghanische Christinnen bedeutet Jesus nachzufolgen oft, im Verborgenen und in Gefahr zu leben. Als Frauen, FlΓΌchtlinge und Christinnen sind sie im Alltag dreifach gefΓ€hrdet.

Wie ist die Lage christlicher Frauen in Afghanistan?

Christliche Frauen in Afghanistan gehΓΆren zu den am stΓ€rksten ausgegrenzten Menschen weltweit. Die wenigen Frauen, die sich dafΓΌr entscheiden, Jesus nachzufolgen, zahlen dafΓΌr einen sehr hohen Preis. Ihren Glauben mΓΌssen sie geheim halten.

Als die Taliban 2021 in Afghanistan wieder die Macht ΓΌbernahmen, legten sie besonderen Wert darauf, Frauen jegliche Freiheiten zu verbieten. Ihre Lage verschlechterte sich erheblich. Sie werden in ihren Rechten eingeschrΓ€nkt, insbesondere in Bezug auf Bildung, Arbeit, Bewegungsfreiheit und die Teilhabe am ΓΆffentlichen Leben.

Frauen, die Christinnen sind, sind allerdings doppelt gefΓ€hrdet: einerseits aufgrund ihres Geschlechts und andererseits aufgrund ihres Glaubens. Die Lage christlicher Frauen in Afghanistan ist mittlerweile kaum noch mit einem Leben vor Ort vereinbar.

Wenn die christliche IdentitΓ€t einer Frau bekannt wird, droht ihr die Hinrichtung, ebenso wie ihren FamilienangehΓΆrigen. Um zu ΓΌberleben, mΓΌssen christliche Frauen in Afghanistan ihren Glauben streng verbergen oder aus dem Land fliehen.

Inwiefern werden die Rechte der Frauen verletzt?

In Afghanistan dΓΌrfen MΓ€dchen nach der sechsten Schulstufe nicht mehr zur Schule gehen und haben keine MΓΆglichkeit, zu studieren. Daher bleibt ihnen oft nur ein Schicksal: sehr jung zur Heirat gezwungen zu werden.

Frauen dΓΌrfen ihr Zuhause nicht ohne einen Vormund (oftmals der Vater oder Ehemann) verlassen und seit August 2024 auch nicht mehr aus dem Haus gehen, ohne ihren gesamten KΓΆrper und ihr Gesicht in der Γ–ffentlichkeit vollstΓ€ndig zu verhΓΌllen.

Laut dem WelternΓ€hrungsprogramm der Vereinten Nationen gibt es in Afghanistan etwa zwei Millionen Witwen. Wenn eine Frau frΓΌh Witwe wird oder keinen mΓ€nnlichen Verwandten hat, der fΓΌr ihren Unterhalt sorgen kann, ist sie zur Armut verdammt. Viele dieser Frauen, denen es heute verboten ist zu arbeiten, mΓΌssen betteln, obwohl sie frΓΌher angesehene Berufe ausΓΌbten: Lehrerinnen, Γ„rztinnen, Wissenschaftlerinnen, Beamtinnen…

FΓΌr Frauen ist es mittlerweile extrem schwierig, fachkundige Hilfe zu erhalten, etwa bei medizinischen Problemen, da sie nur von Frauen behandelt werden kΓΆnnen und es nur sehr wenige Γ„rztinnen oder PflegekrΓ€fte gibt.

Erst kΓΌrzlich, im Februar 2026, hat das neue afghanische Strafgesetzbuch EhemΓ€nnern ausdrΓΌcklich gestattet, ihre Ehefrauen kΓΆrperlich, sexuell und psychisch zu bestrafen, sofern dabei keine Β»sichtbarenΒ« Verletzungen zurΓΌckbleiben.

Was erleben afghanische FlΓΌchtlinge in Zentralasien?

Millionen Afghanen sind aus dem Land geflohen, als die Taliban 2021 die Macht ΓΌbernahmen. Wohin sie flΓΌchteten, hing oft von ihren finanziellen Mitteln oder den Dokumenten ab, ΓΌber die sie verfΓΌgten.

FΓΌr diejenigen, die kaum Alternativen hatten, wurden NachbarlΓ€nder wie die zentralasiatischen Staaten, der Iran oder Pakistan zu Zufluchtsorten. Ihre Lage bleibt jedoch prekΓ€r. Allein im vergangenen Jahr haben mehrere LΓ€nder massenhaft afghanische FlΓΌchtlinge abgeschoben und in das von den Taliban kontrollierte Afghanistan zurΓΌckgeschickt.

In den LÀndern Zentralasiens zâgern die Behârden, Neuankâmmlinge als Flüchtlinge anzuerkennen, da diese Staaten nach internationalem Recht dann verpflichtet wÀren, ihnen finanzielle und soziale Unterstützung zu gewÀhren. Afghanen haben daher große Schwierigkeiten, einen offiziellen Flüchtlingsstatus zu erhalten.

WΓ€hrend sie auf diesen Status warten:

  • dΓΌrfen sie nicht legal arbeiten,
  • sind sie von Armut und Ausbeutung bedroht,
  • leben sie von schlecht bezahlten, illegalen Jobs,
  • haben sie aufgrund hoher Mieten mit finanziellen Schwierigkeiten zu kΓ€mpfen.

Selbst wenn sie den FlΓΌchtlingsstatus erhalten und begrenzte UnterstΓΌtzung bekommen, deckt diese selten ihre GrundbedΓΌrfnisse ab.

Warum ist das Leben fΓΌr christliche FlΓΌchtlinge aus Afghanistan noch schwieriger?

Die Schwierigkeiten, denen christliche Konvertiten aus Afghanistan in Zentralasien begegnen, Γ€hneln oft denen, mit denen sie in Afghanistan konfrontiert wΓ€ren. Das Leben dreht sich nach wie vor um die Familie und die Gemeinschaft, die von denselben konservativen kulturellen Normen geprΓ€gt sind.

Auch wenn der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft mâglicherweise etwas geringer ist als im Herkunftsland, ist dennoch große Vorsicht geboten, wenn man einen Glauben bekennt, der im Herkunftsland verboten ist und in der lokalen Kultur kaum Akzeptanz findet.

Unter diesen UmstΓ€nden sind christliche FlΓΌchtlingsfrauen dreifach gefΓ€hrdet. Ihre Chancen auf Arbeit, Bildung, medizinische Versorgung oder finanzielle UnterstΓΌtzung sind noch geringer als die anderer afghanischer FlΓΌchtlinge.

Wie helfen die Partner von Open Doors diesen Frauen?

Da es kaum UnterstΓΌtzung fΓΌr afghanische FlΓΌchtlinge gibt, haben viele Schwierigkeiten, die GrundbedΓΌrfnisse ihrer Familien zu decken.

Die Partner von Open Doors:

  • verteilen Lebensmittelpakete, medizinische HilfsgΓΌter und Brennstoff, um ihr Überleben zu sichern,
  • schaffen Orte, an denen sich isolierte FlΓΌchtlingsfrauen treffen kΓΆnnen,
  • organisieren Kleingruppen fΓΌr geistliche und soziale UnterstΓΌtzung,
  • bieten Frauen die MΓΆglichkeit, einen Beruf zu erlernen, mit dem sie ein Einkommen erzielen kΓΆnnen,
  • helfen beim AusfΓΌllen von Formularen und bei der Abwicklung rechtlicher Angelegenheiten, um den Stress zu verringern, der mit fremden bΓΌrokratischen Systemen verbunden ist.

Diese UnterstΓΌtzung ermΓΆglicht es den Frauen, zu ΓΌberleben, ihren Glauben weiterhin auszuΓΌben und den Herausforderungen ihres neuen Lebens in Zentralasien standzuhalten.

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